OM MANI PADME HUM

OM MANI PADME HUM
DAMODAR KUNDA TREKKING AUGUST 2008
Pokhara - Muktinath - Mustang - Damodar Kunda
OM MANI PEME HUNG
Full Moon Day Festival 16th August 2008 at Damodar Kunda (4890m)

Trekking im legendären Königreich Mustang/ Nepal

- Tibetische Gebetsfahnen - Mantras im Wind -


Rot, gelb, weiß, blau und grün flattern tibetische Gebetsfahnen im Wind.
Der Wind, so glauben die Tibeter, trägt die Mantras und Gebete in die Welt hinaus.



       






Tibetische Gebetsfahnen sind mit mit Mantras und Segenssprüchen bedruckt — also mit Texten, die Heil bringen. Der Wind (in vielen Kulturen ein Symbol für die Verbindung der Erde mit dem Himmel) versetzt die Fahnen in Bewegung. Dadurch entfalten die Mantras ihre heilsame Wirkung. Der Wind trägt diese Wirkungen mit sich fort und bringt sie nach überallhin.

Buddhisten glauben, dass der Wind den Segensspruch von Gebetsfahnen mit sich fort in alle Welt nimmt, indem er sie nur berührt. So wirkt das Mantra an vielen Orten und segnet die Menschheit, so lange es im Wind flattert.

 

Mantras im Buddhismus

Mantras sind heilige Sätze oder Silben die auch im tibetischen Buddhismus in der Ursprache des Buddha in Sanskrit rezitiert oder gesungen werden.

Unabhängig von der exakten Wortbedeutung und dem Verständnis des Rezitierenden für die Selbige, gelten die Silben und deren Klang an sich als heilig und heilsam. Das heisst, selbst wenn man die genau Bedeutung eines Mantras nicht kennt, kann man es trotzdem rezitieren und sich dabei vorstellen, dass allein der „gute Wille“ das Mantra zu sprechen, des Vertrauens in seine Heilkraft und die Hingabe ohne die eine Rezitation eines Mantras ja nicht vorgenommen werden würde, sehr positive Auswirkungen auf den Rezitierenden haben.

Neben der eigen positiven Kraft die man selbst während des Mantrasprechen oder Mantrasingen „investiert“, wirkt allerdings auch noch zusätzlich die Kraft des heiligen Matras an sich. Und selbst wenn man daran nicht glaubt, so ist jedenfalls nur mit erheblicher Konzentrationsfähigkeit möglich gleichzeitig ein Mantra zu sprechen UND negative Gedanken / Emotionen zu haben.

Die allermeisten Mantra steht im tibetischen Buddhismus in Verbindung mit einer tibetisch-buddhistischen Gottheit. Das bekannteste und in Tibet beliebteste Mantra ist zum Beispiel „OM MANI PEME HUNG“. Dieses Matra ist das Mantra von Chenresig (= Avalokiteschvara), dem „Buddha des Mitgefühls“. Oder anders ausgedrückt, jede Gottheit kann durch eine Bildnis (Statue oder Thanka), eine Mantra oder ein Mandala ausgedrückt werden. So wie es im tibetischen Buddhismus unzählige Gottheiten gibt, die sich in vereinfachter Form gesagt, durch ihre dominante erleuchtete Qualität (z.B. Mitgefühl, Weisheit, Angstfreiheit, etc.) unterscheiden, so gibt es auch unzählige Mantras!

Einige gängige Beispiele von Mantras:

Chenresig: OM MANI PEME HUNG
Guru Rinpoche: OM AH HUNG BENZA GURU PEMA SIDDHI HUNG
Tara: OM TARE TUTARE TURE SOHA
Weisse Tara (Langlebensmantra): OM TARE TUTTARE TURE MAMA AYU PUNYE JNANA PUKTIN KURU SOHA
Medizinbuddha: TEYATA OM BEKANZE BEKANZE MAHA BEKANZE RADZA SAMUDGATE SOHA

Je nach Tradition und Kontext werden die Mantras gesprochen oder gesungen, wobei es zu einem Mantra oft unterschiedliche Melodien gibt. Die Melodie hängt vom Lehrer und der Tradition ab, ist jedoch nicht massgeblich für die Segenswirkung. Entscheiden ist die Motivation und Geisteskraft des Rezitierenden.

Auf tibetischen Gebetsfahnen sind ebenfalls Mantras abgedruckt. Hängt man Gebetsfahnen auf, so kann man dies mit dem Wunsch tun, dass sich die heiligen Silben durch den Wind der sie berührt in der Welt verbreiten mögen und zum Weltfrieden beitragen mögen. Zusätzlich verbreitet sich die mentale Kraft eines Jeden, der in Verbindung mit den Gebetsfahnen positive Gedanken hegt in der Welt und trägt so zusätzlich zur globalen Harmonisierung bei.

siehe auch: Die Bedeutung von Mantras