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Die Dunkelziffer liegt bestimmt viel höher, aber wegen der Schwierigkeit, Informationen aus Tibet zu bekommen, sind dem TCHRD und „Guchusum“ (eine Vereinigung ehemaliger politischer Gefangener aus Tibet, die nun in Indien leben, www.guchusum.org) nur diese Fälle namentlich bekannt geworden. Guchusum weiß von über 150 Todesfällen, aber hier werden nur diejenigen genannt, deren Namen identifiziert werden konnten.. |
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Tashi
Tsering 39 Jahre, starb im Oktober 1999. Er wurde während der Nationalen Minderheiten-
Spiele am 26. August 1999 in Lhasa festgenommen. Es war ihm gelungen, von einem
Masten auf dem Platz vor dem Potala eine chinesische Flagge herunterzureißen,
die er durch eine tibetische Flagge ersetzen wollte. Er hatte Dynamit und leicht
entzündliches Material um seinen Körper gebunden. Sein Versuch, das Dynamit zu
zünden, mißlang, weil es gerade heftig regnete. Die Sicherheitspolizei schritt
sofort ein, noch ehe er die tibetische Flagge aufziehen oder den Sprengstoff zum
Explodieren bringen konnte, und er wurde auf der Stelle schwer geschlagen. Während
er verhaftet wurde, rief er „Free Tibet“ Parolen. Er wurde schwer zugerichtet
und ein Arm wurde ihm ausgekugelt. Daher brachte ihn die Polizei statt ins Gefängnis
in das Polizeispital bei dem Kloster Sera. Nach einem Monat starb er in demselben
Krankenhaus. Seine Frau und weitere Personen wurden ebenfalls auf Verdacht festgenommen.
Als ihr Haus durchsucht wurde, kam eine tibetische Flagge zum Vorschein. Der aus
dem Distrikt Lhoka stammende Tashi Tsering wohnte in Lhasa, wo er als Zimmermann
arbeitete. Er wird von seiner Frau Lhadon und zwei Kindern, von denen eines gelähmt
ist, überlebt. Tashi Tsering war früher von den Chinesen als einer der 10 besten
Jugendlichen ausgewählt worden, weshalb er finanzielle Beihilfe zum Aufbau einer
Schule in seiner Gegend erhielt. |
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Ven.
Lobsang Tsondue, 88 Jahre, alias Hor Lagen, wurde 1911 in Janag Nagchu
geboren. Im Alter von 7 Jahren wurde er Mönch in Kloster Shar-Rong. Später studierte
er in dem Kloster Drepung buddhistische Philosophie. 1960 wollte er dem Dalai
Lama ins Exil folgen, aber der Fluchtversuch mißlang. Er wurde festgenommen und
vorübergehend eingesperrt. Danach kämpfte er hart um Gerechtigkeit für das tibetische
Volk. Wegen seiner Unabhängigkeits- Aktivitäten wurde er viermal inhaftiert, insgesamt
verbrachte er 22 Jahre hinter Gittern. 1965 wurde er während der Kampagne „Patriotischer
Ratschlag“ aufgefordert, den Dalai Lama, sowie den Panchen Lama anzuprangern.
Statt dessen stellte er Photos des Dalai Lama und seiner zwei Lehrer auf dem Dach
seines Hauses auf und rezitierte die ganze Nacht lang Gebete. Für diese Tat wurde
er verhaftet und 5 Jahre im Tiyitue Gefängnis eingesperrt. Als den Gefangenen
befohlen wurde, Insekten zu töten, weigerte er sich. Eine Ratte wurde ihm um den
Hals gehängt, aber er tat dem Tier nichts an, noch tötete er es. Man forderte
ihn auf, den Dalai Lama und seine zwei Lehrer zu beschimpfen, aber er weigerte
sich hartnäckig. Dafür wurde sein Urteil um 10 auf 15 Jahre verlängert. 1980 kam
er nach Vollendung der Haftstrafe frei. Er kehrte ins Drepung Kloster zurück.
In der ersten Septemberwoche 1987, als die jüngere Generation für die Unabhängigkeit
zu demonstrieren begann, unterstützte er ihre Aktivitäten von ganzem Herzen. So
wurde er 1988 wieder für 9 Monate hinter Gitter gesetzt. 1989 wurde er zu 6 Jahren
in Drapchi verurteilt. Als die chinesischen Beamten ihn verhörten, verkündete
er, daß Tibet ein souveränes Land unter der Führung Seiner Heiligkeit, des Dalai
Lama, ist. Am 15. Dezember 1990 starb ein junger politischer Gefangener namens Lhakpa Tsering im Gefängnis. Der ehrwürdige Lobsang Tsondue huldigte dem Toten und protestierte gegen die schlechten Bedingungen in den verschiedenen Gefängnissen in Tibet. Als Vergeltung wurde er in Einzelhaft gesteckt, wo er unsägliche Qualen erlitt. 1996 wurde er nach Ablauf seiner Strafzeit entlassen und in sein Kloster zurückgeschickt. Er war nun 85 Jahre alt, aber nicht glücklich in dem Kloster, weil er nicht die selben politischen Rechte wie die anderen Mönche genoß. Er hatte auch niemanden, der sich richtig um ihn kümmerte und hing von den Almosen anderer ab. Seine Gesundheit war ruiniert, und er starb im Januar 1999 im Alter von 88 Jahren im Drepung Kloster. Das Klosterkomitee veranstaltete ein Bestattungsritual auf dem Drikhung Hügel. Viele lokale Tibeter kamen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, für seine Seele zu beten und „Khatags“ (weiße Schals) auf seinem Körper niederzulegen. |
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Phuntsok
60 Jahre, ehemaliger politischer Gefangener, der am 2. September 1999 in Lhasa
starb. Er wurde 1939 in Lhasa geboren. In jungen Jahren wurde er Mönch im Kloster
Jhang Talung, aber blieb nicht lange dort. Er arbeitete dann als Kraftfahrzeugmechaniker
und wohnte in der Gemeinde Tsomaling. Er war zweimal verheiratet. 1993 kam er
mit seiner zweiten Frau zu einer Kalachakra Initiation auf Pilgerfahrt nach Indien.
Als er nach Lhasa zurückkehrte, nahm er viele Bücher über Tibet, über Menschenrechte
und die zukünftige Politik Tibets, sowie Audio- und Videokassetten mit sich. Diese
verteilte er an Tibeter in seiner Gegend. 1994 schrieb Phuntsok zusammen mit zwei Mönchen und drei Nonnen Briefe über das Leiden und die wahre Lage des tibetischen Volkes und seinen Kampf gegen die Chinesen, die an die tibetische Exilregierung geschickt wurden. Während der Feier des „Tages der Autonomen Region Tibet“ 1995 durchsuchte die Polizei sein Haus und nahm ihn auf Verdacht fest. Belastendes Material wurde bei ihm gefunden. Zwei Monate wurde er in Sangyip festgehalten und später zu 2 Jahren in Drapchi verurteilt. Während der Vernehmung in der Untersuchungshaft wurde er schwer geschlagen und gefoltert, damit er die gewünschte Informationen geben soll. Seine Rippen und einige Wirbel wurden gebrochen und er konnte seinen Körper nicht mehr fühlen. Sein Zustand wurde immer schlimmer, aber er bekam im Gefängnis keine medizinische Behandlung. Schließlich wurde er aus gesundheitlichen Gründen entlassen. Seine Familie mußte nun für die Ausgaben der Behandlung aufkommen, wodurch sie in große Schulden geriet. Schließlich starb er in äußerst ärmlichen Verhältnissen im September 1999. |
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Tenpa Phulchung 63 Jahre, ein großer Gelehrter
und Patriot, der sein Leben dafür opferte, um Gerechtigkeit für das tibetische
Volk gegen die chinesische Herrschaft zu kämpfen. In seiner Jugend lernte er verschiedene
Künste. 1959 schloß der sich der Bewegung zum Schutz des „Tibetischen Dharma“
an und betätigte sich politisch. Er wurde am Norbu Lingka verhaftet und in das
Jang Tsala Karpo Arbeitslager verfrachtet. Nach vier Jahren Zwangsarbeit wurde
er 1963 entlassen. Er arbeitete weiterhin im geheimen für das Wohl des tibetischen
Volkes und riskierte oftmals sein eigenes Leben. Er schrieb ein Buch, in dem er
den chinesischen Anspruch, „eine Million unterprivilegierter Tibeter befreit zu
haben“, widerlegte und die Schwierigkeiten des tibetischen Volkes unter chinesischer
Herrschaft schilderte. Er sandte im Namen des „Kampf-Komitees für Gerechtigkeit
in den drei Provinzen Tibets“ eine Petition an die UNO, in welcher er über die
kritischen Lage des tibetischen Volkes und seinen Kampf um Befreiung von der chinesischen
Herrschaft schreibt. Im September 1987 verteilte er Unabhängigkeitsschriften an die Leute. Als seine Bewegung wuchs, wurde er am 16. Dezember 1987 erneut verhaftet. Sein Haus wurde von der Polizei gestürmt, und es fanden sich Plakate, die in großen Buchstaben Freiheit für Tibet forderten. Er kam in das Sangyip Gefängnis in Lhasa. In der Haft schrieb er dann 1989 ein Gedicht mit dem Titel „Das Lied der Wahrheit an der Schwelle zum 21. Jahrhundert“, das von einer großen friedlichen Unabhängigkeitsdemonstration handelte. Dafür wurde seine Strafe um 7 Jahre verlängert. Am 29. April 1991 wurde er, sowie die vier Mönche Tenpa Wangdak, Gyadar, Penpa und Lobsang Tenzin nach dem Pawo Tramo Lager in Distrikt Kongpo verlegt. Dort mußten sie Zwangsarbeit leisten, was ihre „Besserung“ bewirken sollte. Nach Ableistung der Strafe wurde er am 17. Dezember 1994 entlassen. Er starb vier Jahre später am 29. November 1998 als Folge der schweren im Gefängnis erlittenen Mißhandlungen. |
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Sonam
Wangdu 44 Jahre, aus Lhasa, arbeitete als Zimmermann in einer Baufirma in
Lhasa. Am 5. März 1988 nahm er an einer friedlichen Demonstration mit Tausenden
von Tibetern teil. Die Demonstration artete zu einem Krawall aus, als Tibeter
mit Steinen auf chinesische Soldaten warfen, die ihrerseits das Feuer auf die
Demonstranten eröffneten. Ein Polizist wurde von einem Gebäudedach herunter gestoßen
und starb auf der Stelle. Viele Tibeter erlitten Verletzungen und einige kamen
auch um. Sonam Wangdu wurde verhaftet und ins Gutsa Gefängnis gebracht. Dort wurde er mit elektrischen Viehstöcken traktiert und bis zur Bewußtlosigkeit mit Eisenstangen geschlagen, damit er Informationen über den Vorfall mit dem chinesischen Polizisten liefern und gestehen soll, daß er für Tod des Polizisten verantwortlich ist. Im Dezember 1988 wurde er vor das Volksgericht in Lhasa gestellt. Gesetzlicher Beistand wurde ihm verweigert. Sogar während der Gerichtsverhandlung wurde er geschlagen, damit er sich zu seiner Tat vor den Chinesen bekenne. Die Anklage lautete auf Aufhetzung zur Demonstration und Tötung des Polizisten Honreren. Er wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Im März 1989 kam er nach Drapchi, wo er extremer Folterung ausgesetzt und viele Tage lang ohne Nahrung und Wasser in eine dunkle Zelle gesperrt wurde. Er mußte mit den anderen Gefangenen zwangsarbeiten, obwohl er gesundheitlich sehr schlecht dran war und er einen Stock zum Gehen brauchte. Die Wachen schalten ihn, er würde den Stock nur benützen, um sich vor der Arbeit zu drücken. Früher war er ein wohlgestalteter und starker Mann gewesen, aber nun war er so schwach und gebrechlich, daß er einen Stock benötigte. Sonam Wangdu wurde 1993 wegen seines kritischen Zustandes aus der Haft entlassen. Seine einzige Beschäftigung nun bestand darin, den Kindern auf dem Markt Papierdrachen zu verkaufen und Lampen zu flicken. Weil er dem tibetischen Volk seine legitimen Rechte verschaffen wollte, machte er 11 Jahre lang unsägliche Pein durch. Allmählich sammelte sich Wasser in seinem Körper an, er wurde von der Hüfte abwärts gelähmt und hatte keine Kontrolle mehr über seine Blase. Die durch die Mißhandlungen hervorgerufenen schweren Verletzungen führten schließlich zu seinem Tod am 8. März 1999. Er wird von seiner Frau und drei Kindern überlebt, von denen zwei im Exil leben. |
| Ngawang Jinpa: 31 Jahre, alias Lobsang Dawa, aus dem Kloster Gaden, wurde am 6. Mai 1996 wegen eines Protestes in seinem Kloster festgenommen. Danach wurde er 8 Monate lang in Gutsa festgehalten, wo er schwer geschlagen wurde. Legshe Drugdra, ein Mönch aus Phenpo Lhundrup, der die Gefängniszelle mit Ngawang Jinpa teilte, erzählte: „Bereits als er in Drapchi ankam, war Ngawang in sehr schwachem Zustand. Trotzdem wurde er weiterhin gefoltert und zur Arbeit gezwungen. Im März 1999 wurde er so krank, daß sie ihn schließlich in das Militärhospital neben dem Sera Kloster brachten, wo ein Gehirnschaden festgestellt wurde. Die Ärzte extrahierten Rückenmarksflüssigkeit, eine schmerzhafte Prozedur zur Behandlung von erhöhtem intrakranialem Druck, der eine Folge von wiederholten Schlägen auf den Kopf sein kann. Ngawangs Zustand war so hoffnungslos, daß er am 14. März aus medizinischen Gründen entlassen wurde. Er starb kurz darauf am 20. April 1999 Jahren in seinem Heimatort. | |
| Norbu: 21 Jahre, Mönch aus Kloster Nalanda in Phenpo; wurde im Februar 1995 von einem „Arbeitsteam“ festgenommen, als die Mönche sich gegen die patriotische Umerziehung wehrten. In der Gutsa Haftanstalt warfen ihm die Vernehmungsbeamten vor, er würde politische Dokumente verstecken, weshalb sie ihn grausam folterten. Er wurde im Februar 1996 aus medizinischen Gründen entlassen, während ihm in der Haft jegliche ärztliche Hilfe versagt wurde. Einige Zeit lang wurde er daraufhin in dem Volkshospital der TAR behandelt. Die Kosten wurden jedoch eine zu große Belastung für die Familie und sein Zustand zeigte keine Besserung. Norbu starb im März 1999 | |
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Legshe Tsoglam: 21 Jahre, aus dem Kloster Phenpo Nalanda; wurde im April 1999 in die Gutsa Haftanstalt gebracht, weil er sich weigerte, der patriotischen Umerziehungs-Kampagne in dem Kloster Nalanda Folge zu leisten. Einer nun im Exil befindlichen Quelle zufolge wurde Legshe Tsoglam bei der Verhaftung schwer geschlagen, so daß er „schwach und hinfällig“ wurde. Er starb am 12. April 1999, nur wenige Tage nach der Entlassung. |
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Sonam
Rinchen, 27 Jahre, geboren in Gama Dhashar, ein Dorf im Meldro Gungkar Distrikt
nähe Lhasa, tibetischer Bauer, der 1992 verhaftet und zu 15 Jahren verurteilt
wurde, weil er eine tibetische Nationalflagge entrollt und Unabhängigkeitsparolen
gerufen hatte, starb im Januar 2000 im Drapchi Gefängnis. Die genauen Umstände
seines Todes sind nicht bekannt, obwohl Berichte aus Tibet andeuten, daß er besonders
drastischer Behandlung ausgesetzt war, weil er von den Behörden als einer der
Anführer eines friedlichen Protestes, der im Juni 1992 in einem Dorf östlich von
Lhasa stattfand, angesehen wurde. He became involved in pro-independence activities following the demonstration in Lhasa on 27 September 1987. For a while he distributed and pasted up pro-independence posters in his village. On 12 June 1992 Sonam Rinchen, along with four other people, demonstrated against the Chinese work team when they came to 're-educate' the villagers. They were arrested and taken to Gutsa Detention Center. In October 1992 Sonam Rinchen was sentenced to fifteen years imprisonment and sent to Drapchi Prison. |
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Sholpa
Dawa, 60 Jahre, "Shol" Dawa, ein Schneider aus Lhasa und einer der
bekanntesten und geachtetsten politischen Aktivisten Tibets, starb, während er
seine dritte, 9-jährige Freiheitsstrafe in Drapchi, dem Gefängnis No. 1 der Autonomen
Region Tibet ableistete. Die Umstände seines Todes am 19. November 2000 sind nicht
bekannt, obwohl er an einem Nierenleiden gelitten hatte. Er befand sich in schlechter
gesundheitlicher Verfassung und war in den letzten Jahren mehrere Male mißhandelt
und geschlagen worden. Er wurde erstmals 1981 ins Gefängnis geworfen und zu 2
Jahren verurteilt, weil er 260 Kopien einer Druckschrift über tibetische Geschichte
mit dem Titel „20 Jahre einer tragischen Erfahrung“ herstellte, die der bekannte
Gelehrte Geshe Lobsang Wangchuk, der 1987 im Gefängnis starb, auf seine Bitte
geschrieben hatte. 1985 wurde Dawa wieder festgenommen und später zu 4 Jahren
verurteilt, weil er „eigenhändig 10 Exemplare eines Rundbriefes geschrieben hatte,
in dem er die sich verschlechternden Lebensbedingungen der Tibeter anprangerte“.
Sechs Jahre nach seinem zweiten Hafturteil wurde er 1995 zum dritten Mal verhaftet.
Shol Dawa und ein anderer Tibeter namens Topgyal wurden in Lhasa festgehalten und angeklagt, sie hätten eine Liste von tibetischen politischen Gefangenen zusammengestellt, die sie nach Indien zu senden beabsichtigten. Dies war seine dritte und längste Gefängnisstrafe, die im August 2004 zu Ende gegangen wäre. Ehemalige politische Gefangene, die um seine häufigen Besuche in den Gefängnissen wußten, wenn er nicht selbst einsaß, erinnern sich voller Zuneigung an Shol Dawa. Ein junger ehemaliger politischer Gefangener, der nun im Exil lebt, wußte zu berichten: „Manche Gefangene kannten nicht einmal die Person, die ihnen die Speisen brachte. Leute wie Dawa setzten sich zu uns, redeten ein paar Worte mit uns, gaben uns Milchpulver, Butter, Nudeln usw. Aus diesen Besuchen gewannen wir den Eindruck, daß unsere politischen Aktionen und unser Aufbegehren der breiten Gesellschaft etwas bedeuteten; es waren nicht bloß individuelle Meinungsäußerungen, von denen keiner Notiz nahm.“ Shol Dawas Familie stand wegen seiner politischen Aktivitäten unter ständiger Überwachung. Sein Sohn Samdrub, der vor zwei Jahren in Tibet starb, wurde mehrere Male vorübergehend festgesetzt und geschlagen. Ein anderer seiner Söhne verlor seinen Job, seine Tochter wurde auf seine zweite Verhaftung hin von der Schule gewiesen, und die Sicherheitspolizei durchsuchte die Wohnung seiner Familie mehrere Male. Dawas Frau Lhagpa Dolma starb 1987 während der zweiten Gefangenschaft ihres Mannes. Es heißt, daß Shol Dawa bei sehr schlechter Gesundheit war, als er nach der zweiten Haftperiode entlassen wurde.. Nach seiner dritten Verhaftung 1995 wurde er in Drapchi mehrere Male besonders heftigen Schlägen ausgesetzt, was wohl das Ergebnis seines fortgesetzten Mangels politischer Kompromißbereitschaft war. Die Chinesen behalten sich die brutalste Behandlung für jene Gefangenen vor, die sich nicht „reformieren“ lassen, und Erzählungen von Dawas Freunden deuten an, daß er niemals von seiner politischen Einstellung abrückte. |
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According to a March 1988 Radio Lhasa broadcast, "on the afternoon of July 26, 1987, two monks, Yulo Dawa Tsering and Thupten Tsering, spread reactionary views, such as Tibetan Independence, to foreign reactionary elements who came to Tibet as tourists. The two monks also viciously vilified the policies adopted by the Chinese Communist Party and the People's government." Both the monks were charged under Article 102(2) of China's Criminal Law for spreading "counter-revolutionary propaganda". After their arrest on 26 December 1987, they were first detained in Seitru Detention Center for a year, seven months of which were spent in solitary confinement with regular nightly interrogations. On 19 January 1989, the Lhasa Intermediate People's Court sentenced Yulo Dawa Tsering to 10 years and Venerable Thupten Tsering to 6 years and they were subsequently incarcerated in Drapchi Prison. During a November 1990 visit to Tibet, diplomats from four Scandinavian courtesies met Tulku Dawa Tsering in Drapchi, and they reported that he was in fairly good condition. Yulo Dawa Tsering was then released conditionally three weeks before a UN team arrived in November 1994. He told them that there was a ban on religious activity in prison, and also a ban on readmission to monasteries for monks and nuns. Both practices were later mentioned in the UN report following the visit. Even though he was released, he was under regular surveillance by the Chinese Army. He also suffered from both mental and physical illness because of the long period of imprisonment and inhumane treatment. He died on 16 January 2002 at 2.55 p.m. at his home in Lhasa. We deeply mourn the death of this ardent political prisoner, Venerable Yulo Tulku Dawa Tsering. [ more here ] |
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Thupten Namdol was born in Dagpo Township, Gyatsa County, Lhoka Prefecture, Tibetan Autonomous Region. He joined Dagpo Shedupling Monastery and became a monk. During the 1959 Uprising, he liaised between Dagpo Shedupling Monastery and the Voluntary Freedom Fighters for his country. He was arrested in 1960 on charges of counter-revolutionary and advocacy of Tibetan independence. He was sentenced to a 20-year imprisonment and incarcerated in the Drapchi Prison in Lhasa. In 1964, he was transferred to the Powo Tramo Prison located approximately 500 km to the east of Lhasa City. In 1980, he was released from this prison, after the completion of his prison term. He once again worked for the Tibetan freedom movement. In the same year, he came to India to meet his relatives and friends. He then returned to Tibet and sent abroad some of the independence articles written by his friend, Tenpa Phulchung through a tourist. He along with Choezed Metok, printed and pasted hundreds of posters expressing their gratitude and sending greetings to all the demonstrators who participated in the peaceful independence demonstration held in Lhasa on September 27, and October 1, 1987. He was arrested on December 16, 1987, on charges of possessing posters advocating Tibetan independence. He was incarcerated at the Tibetan Autonomous Region's Sangyip Prison. He was in poor health and had been subjected to beatings on several occasions. The guards did not permit him to consult the prison doctor. On 6 November 1994, he was conditionally released under amnesty. He suffered from both mental and physical illness because of the long period of imprisonment and inhuman treatment. He died on 17 May 2002 at his home in Lhasa, after a prolonged illness. |
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Lobsang Dhargyal was born in Chuwa community, Golog, in Macheng district
in 1967. Until he reached the age of 22, he stayed at home herding animals. At
22, he received admission in Ragya Monastery. During his stay in the monastery
from 1987 to 1989, he heard of the massive protest rallies that were staged in
Lhasa. Three of his friends and he made a large number of posters and pasted them
in Golog to inspire others to launch movements for Tibetan independence. It was
decided that on 15 November 1992 Shingsang Rinpoche would In the evening of the 15th the Chinese police came to the monastery and interrogated all the monks. On being coerced and paid money one of the monks revealed that Lobsang was the one who spearheaded the poster-pasting campaign. Thus, on November 25, Lobsang was arrested by the Chinese police. His room in the monastery was searched and the Chinese found Tibetan independence posters and a wooden block for the printing of the posters. The intermediate court of Golog sentenced Lobsang to a two and a half years in prison. The news of Lobsang's patriotic deeds reached the Tibetan Youth Congress. At its 9th general meeting in August 1995, Lobsang Dhargyal and his comrades-in-arms, Losang Palden, and Yeshe Gyaltsen were given the bravery awards in absentia. Their sacrifice for Tibet and their brethren is an inspiration for all of us. Lobsang was released on May 25, 1995 after the conclusion of his term. Any person who has served a sentence in a prison is expelled from his monastery. Therefore, Lobsang was enduring many problems of being expelled from his monastery, not having a work to earn his livelihood etc. But, he continued to involve himself in political activities for his country and countrymen. In April 1997 he escorted Shingsa Rinpoche to into exile to study. In 2001
Lobsang returned to Golog to meet his ageing mother. But before reaching Shigatse
he was arrested by the Chinese police and subsequently handed over to the Administrator
of Golog. He was sentenced to a 16-year term and sent to a prison in Siling. There
he was forced to do hard manual labour at an electricity plant. |
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Lobsang Damchoe was born in Changra, Gyaltse district, Tibet in 1938. When he reached a mature age, he joined the Gyaltse Palkhor monastery. In the 1950s when the Communist Chinese were making inroads into Tibet with Machiavellian designs Lobsang showed unwavering patriotism for his country and its people. In 1958 Lobsang joined the Dharma Protection Voluntary Army and went to Lhokha region and fought with the invading Chinese forces. In 1959 the Chinese forces arrested him and was taken to Gutsa prison in Lhasa where he was subjected to many beatings and other forms of persecution. After the conclusion of his term in prison he was taken to a labour camp in Gyaltse where he worked under the most difficult conditions for 20 years. In the 1980s there was some leniency in Chinese policy vis-a-vis Tibetans. In 1987 Lobsang went back to his monastery after long years of absence. He was allowed to rejoin his monastery. In 1995 Lobsang printed, and published a prayer book for the young Panchen Lama and distributed it extensively to the public as a result of which he was arrested by the Chinese police on December 18. He was sentenced to a five-year jail term. After his release Lobsang stayed with a relative of his. But his financial condition is not good. He was able to receive a little treatment with the financial support of his relative. Later he stayed with Kelsang, his disciple, which proved difficult because of the poor economic condition of Kelsang. On January 31, 2003 Lobsang, one of the heroes of the Tibetan freedom struggle, breathed his last. The demise of Lobsang palpably demonstrates that the serving and former political prisoners are enduring unspeakable haradship in Tibet on every front. We ask the international community and Tibet Support Groups to share our sorrow and take the responsibility to help our brethren in this hour of need. |
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Nyima Dakpa was demised on October 1, 2003 at his native birthplace. He was hailed from Tau district, Kartse in eastern Tibet. He was a monk of the Nya-Tso monastery. Before joining the monastery he went to a primary school. In 1989 he joined the Nya-tso monastery and studied Buddhist philosophy for about a year. In 1990 he escaped to India and joined Gaden monastery in southern India. He studied Buddhist philosophy for three years. In 1994 he returned to Tibet and rejoined his old monastery to pursue further studies. From 1998 Nyima, while in the monastery and studying, started writing posters and pasting them on the walls of offices in Tao district. Further, he wrote his name on the posters to show that he carried out the campaign. The Chinese police nabbed another person of the same name but was released. In 2000 Nyima left his native birthplace and headed to Lhasa to escape being arrested by the Chinese police. He hid in a village on the outskirts of Lhasa for a while but he was arrested in Lhasa. He was then taken to Tao district where in October 2000, he was formally charged for being a security threat to the country. He was sentenced to 7 years imprisonment. During his imprisonment he was subjected to unspeakable beatings and other
forms of persecution and he lost both of his legs and hands. Further, he was chronically
ill, so he was released from prison as a face-saving measure. But he died at home.
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